«Panik ist sicher nicht angebracht»: Die Ostschweizer Nationalrätinnen Verena Herzog (SVP) und Barbara Gysi (SP) über die momentane Lage der Pandemie

Die Fallzahlen steigen, einige Kantone verschärfen die Massnahmen. Die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi und die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog diskutieren in der TVO-Sendung «Zur Sache» über mögliche Verschärfungen und die Rolle von Coronaskeptikern.

Sprunghaft ist die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in den letzten Tagen nach oben geschnellt. Am Mittwoch meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1077 neue Fälle. Ähnlich hohe Zahlen wurden das letzte Mal im April mitgeteilt. Und auch in der Ostschweiz zeigt die Kurve weiter nach oben.

Die Kantone St.Gallen und Thurgau vermeldeten für den Mittwoch Höchstzahlen. In St.Gallen wurden 73 neue Fälle bestätigt; im Thurgau waren es 21. Demgegenüber ist die Auslastung der Spitäler nach wie vor gering. 12 Personen müssen im Kanton St.Gallen derzeit wegen des Coronavirus in Spitälern gepflegt werden, sechs sind es im Thurgau.

Wenn das so weitergehe, würden früher oder später wohl auch in der Ostschweiz weitere Massnahmen eingeführt, sagte die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi in der TVO-Sendung «Zur Sache». Die Kantone Bern und Zug haben am Mittwoch eine Maskenpflicht in Geschäften eingeführt, wie sie bereits andere Kantone kennen. Die Ostschweizer Kantone halten eine solche Massnahme zum jetzigen Zeitpunkt nicht für angezeigt.

Eine Maske zu tragen, sei jedoch eine sehr kleine Einschränkung, verglichen damit, was man dadurch bewirken könne, sagte die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog – einige der wenigen Exponenten ihrer Partei, die während der Session eine Maske trugen. Dass derzeit trotz Coronaherbst Grossveranstaltungen mit Schutzkonzepten durchgeführt werden, hielten beide Politikerinnen für vertretbar.